Schriftleser

Sütterlin übersetzen lassen: Großmutters Briefe wieder lesen

Die Briefe sind da, aber niemand in der Familie kann sie mehr lesen. Laden Sie ein Foto hoch. Der Schriftleser schreibt den Text ab und gibt ihn Ihnen in heutigem Deutsch wieder.

Die ersten zwei Seiten sind kostenlos. Danach 10 Seiten für 7,90 €, einmalig, kein Abo.

So geht es

Sie brauchen kein Konto und kein Abo. Nach einer Minute sehen Sie, ob die Seite lesbar ist.

  1. Foto hochladen

    Ein Handyfoto der Seite oder ein Bildschirmfoto aus Matricula, Archion, Ancestry oder FamilySearch. Schreiben Sie dazu, woher das Dokument stammt und welche Namen vorkommen könnten.

  2. Vorschau ansehen

    In etwa einer Minute sehen Sie, um welche Schrift und welches Dokument es sich handelt und wie die ersten Zeilen lauten. Kostenlos.

  3. Ergebnis per E-Mail

    Abschrift, heutiges Deutsch, Namen, Orte und Daten kommen per E-Mail und bleiben in Ihrem Konto. Die ersten zwei Seiten sind gratis.

Ein Beispiel: eine Weihnachtskarte von 1916

Eine Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg, von einem Soldaten selbst gezeichnet. Die Schrift ist die Kurrent, aus der kurz darauf das Sütterlin entstand. Die Buchstaben sind fast dieselben.

Selbst gezeichnete Feldpostkarte von Weihnachten 1916 mit handgeschriebenem Gruß in Kurrent
Feldpostkarte zu Weihnachten 1916, von einem Soldaten selbst gezeichnet. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Abschrift, so wie es dort steht

Den Freunde[n?]: Stille Nacht, ..... Heilige Nacht ... auf treuer Wacht! Fröhliche Weihnachten! sendet

In heutigem Deutsch

An die Freunde: Stille Nacht, heilige Nacht, auf treuer Wacht! Frohe Weihnachten sendet … Der Name des Absenders steht vermutlich auf der Rückseite. Das Wort in eckigen Klammern konnte der Schriftleser nicht sicher lesen.

Was ist Sütterlin?

Sütterlin ist die Schulschrift, die Kinder in Deutschland von etwa 1915 bis 1941 lernten. Benannt ist sie nach dem Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin, der sie für den Schulunterricht entwarf: aufrecht, mit gleichmäßigen Strichen, leichter zu lernen als die schräge Kurrent davor. Wer zwischen 1910 und 1935 geboren wurde, hat meist sein Leben lang so geschrieben, auch nach dem Krieg.

Deshalb finden sich heute in vielen Familien Kisten voller Sütterlin: Briefe der Großeltern, Feldpost aus beiden Weltkriegen, Poesiealben, Rezeptbücher, Tagebücher, Haushaltsbücher und die Rückseiten alter Fotos mit Namen und Datum. Die Enkel halten die Blätter in der Hand und können kein Wort lesen.

Warum „übersetzen“ eigentlich „lesen“ heißt

Sütterlin ist keine fremde Sprache. Die Texte sind Deutsch, oft ein sehr lebendiges, persönliches Deutsch. Fremd sind nur die Buchstaben. Das kleine e sieht aus wie ein n, das kleine u hat einen Bogen darüber, und das s gibt es in drei Formen. Wer das nicht gelernt hat, sieht nur Zacken.

Der Schriftleser kennt diese Buchstaben. Er schreibt den Text Zeile für Zeile in heutige Buchstaben ab, so wie er auf dem Blatt steht. Dazu bekommen Sie den Inhalt in heutigem Deutsch, in dem alte Wörter und Abkürzungen erklärt sind: „Mk.“ ist die Mark, „d. M.“ heißt „dieses Monats“, und ein „Backfisch“ ist ein junges Mädchen.

Namen, Orte und Daten werden am Ende noch einmal aufgelistet. Wo das Programm ein Wort nicht sicher lesen konnte, steht es in eckigen Klammern mit Fragezeichen. Sie wissen also immer, was sicher gelesen ist und wo Sie noch einmal selbst hinschauen sollten.

So fotografieren Sie Briefe richtig

  1. Jede Seite einzeln, gerade von oben, bei Tageslicht am Fenster. Kein Blitz, der blendet auf dem Papier.
  2. Das ganze Blatt aufs Bild, aber nicht mehr. Der Tisch drumherum lenkt nur ab.
  3. Bleistift und verblasste Tinte liest das Programm oft besser, wenn Sie das Foto vorher am Handy etwas dunkler stellen.
  4. Mehrere Seiten auf einmal hochladen, dann bleibt die Reihenfolge erhalten. Nummerieren Sie die Blätter vorher mit einem kleinen Klebezettel.

Ein Tipp für die Familie: Schreiben Sie beim Hochladen dazu, wer geschrieben hat, von wo und an wen. „Brief von Opa Karl aus Breslau an seine Frau Anna, 1942“ hilft dem Leser mehr als jede Einstellung.

Was es kostet

Die Vorschau ist immer kostenlos, die ersten zwei vollständigen Seiten auch. Alle Preise sind Endpreise.

0 €
Vorschau und die ersten zwei Seiten, ohne Konto
7,90 €
10 Seiten, einmalig, kein Abo. Die Seiten verfallen nicht.
89 €
Jahresabo mit 480 Seiten für regelmäßiges Lesen, kündbar mit einem Klick

Bezahlt wird sicher über Stripe: mit Karte, PayPal, TWINT, Apple Pay oder Google Pay. Alle Preise und das Monatsabo

Häufige Fragen

Kann ich auch ein Poesiealbum oder ein Rezeptbuch lesen lassen?

Ja. Alles, was mit der Hand geschrieben ist, geht: Poesiealben, Rezepte, Haushaltsbücher, Tagebücher, Postkarten und Foto-Rückseiten. Jedes Foto zählt als eine Seite.

Was kostet es, einen Stapel Briefe lesen zu lassen?

Die ersten zwei Seiten sind kostenlos. Danach kosten 10 Seiten 7,90 €, einmalig und ohne Abo. Für eine große Kiste mit Hunderten Seiten gibt es das Jahresabo mit 480 Seiten für 89 €.

Sieht jemand anderes meine Briefe?

Nein. Anders als in Facebook-Gruppen sieht niemand sonst Ihre Dokumente. Die Fotos werden nach dem Lesen gelöscht, das Ergebnis bleibt 30 Tage für Ihren Link oder dauerhaft in Ihrem Konto.

Die Briefe sind in Kurrent, nicht in Sütterlin. Geht das auch?

Ja. Kurrent, Sütterlin und die lateinische Schreibschrift liest der Schriftleser gleichermaßen. Sie müssen die Schrift nicht selbst bestimmen.

Kann ich die Briefe als Buch bekommen?

Die Abschriften können Sie als Word-Datei laden und selbst drucken. Ein gebundenes Buch mit Original und Abschrift nebeneinander machen wir auf Anfrage.

Lesen Sie den ersten Brief noch heute

Ein Foto genügt. In etwa einer Minute sehen Sie die ersten Zeilen, die ersten zwei Seiten sind kostenlos.