Schriftleser

Kirchenbuch lesen lassen: Taufe, Hochzeit, Tod, auch in Latein

Sie haben den Eintrag im Kirchenbuch gefunden, aber nicht gelesen? Laden Sie den Ausschnitt hoch. Der Schriftleser schreibt ihn ab, übersetzt das Latein und listet Namen, Eltern, Paten und Daten auf.

Die ersten zwei Seiten sind kostenlos. Danach 10 Seiten für 7,90 €, einmalig, kein Abo.

So geht es

Sie brauchen kein Konto und kein Abo. Nach einer Minute sehen Sie, ob die Seite lesbar ist.

  1. Foto hochladen

    Ein Handyfoto der Seite oder ein Bildschirmfoto aus Matricula, Archion, Ancestry oder FamilySearch. Schreiben Sie dazu, woher das Dokument stammt und welche Namen vorkommen könnten.

  2. Vorschau ansehen

    In etwa einer Minute sehen Sie, um welche Schrift und welches Dokument es sich handelt und wie die ersten Zeilen lauten. Kostenlos.

  3. Ergebnis per E-Mail

    Abschrift, heutiges Deutsch, Namen, Orte und Daten kommen per E-Mail und bleiben in Ihrem Konto. Die ersten zwei Seiten sind gratis.

Ein echter Taufeintrag, gelesen und übersetzt

Ein lateinischer Taufeintrag in Tabellenform aus dem 18. Jahrhundert. Links das Original, rechts die Abschrift und die Bedeutung in heutigem Deutsch.

Taufeintrag aus einem Kirchenbuch des 18. Jahrhunderts in Latein und deutscher Schrift
Taufeintrag Joseph Unruh, Kirchenbuch St. Stephan, 18. Jahrhundert. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Abschrift, so wie es dort steht

Martii 8. | Unruh Josephus Raymundus Fridericus fil. legit. natus hodie media 6. mane. Parentes: Franciscus [Sales?] Unruh Hochfürstl. Hof- und Stadtsyndicus et Maria Antonia uxor nata von Frölichsburg.

In heutigem Deutsch

Getauft am 8. März: Joseph Raymund Friedrich Unruh, eheliches Kind, geboren heute um halb sechs Uhr morgens. Eltern: Franz [Sales?] Unruh, fürstlicher Hof- und Stadtsyndikus, und seine Frau Maria Antonia, geborene von Frölichsburg. Der zweite Vorname des Vaters ist stark abgekürzt, deshalb steht er in Klammern.

Was in Kirchenbüchern steht

Vor der Einführung der Standesämter, in den meisten deutschen Gegenden 1876, führte die Pfarrei die Bücher über Geburt, Heirat und Tod. Für die Ahnenforschung sind sie die wichtigste Quelle, denn sie reichen oft bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es gibt drei Arten:

  • Das Taufbuch nennt das Kind, den Tauftag, die Eltern mit Beruf und Wohnort und die Paten. Oft steht auch die Geburtsstunde dabei.
  • Das Traubuch nennt Braut und Bräutigam, ihre Eltern, Herkunftsorte und die Zeugen. Hier finden Sie die Verbindung zur nächsten Generation.
  • Das Sterbebuch nennt den Verstorbenen, Alter, Todesursache, manchmal den Ehepartner oder die Eltern.

Jeder Eintrag bringt den Stammbaum eine Generation weiter. Aber er ist in Kurrent oder Latein geschrieben, oft mit Abkürzungen, in Spalten oder als dichter Fließtext. Genau dort hilft der Schriftleser.

Latein im Kirchenbuch

Katholische Kirchenbücher sind bis ins 19. Jahrhundert meist in Latein geführt, evangelische in Deutsch. Das Latein ist kein Schul-Latein, sondern ein kurzes Kirchenlatein mit immer gleichen Wörtern: „baptizatus“ heißt getauft, „filius legitimus“ ist der eheliche Sohn, „copulati sunt“ heißt sie wurden verheiratet, „sepultus“ heißt begraben. Der Schriftleser übersetzt den Eintrag vollständig und erklärt die Wörter, die man kennen muss.

Besonders tückisch sind lateinische Vornamen und Berufe. Aus „Georgius“ wird Georg, aus „Joannes“ Johann, und ein „agricola“ ist ein Bauer. Auch die Datumsangaben nach Kirchenfesten („Dominica post Pascha“, der Sonntag nach Ostern) rechnet das Ergebnis in ein Datum um, soweit das Jahr bekannt ist.

So laden Sie einen Eintrag richtig hoch

  1. Nur den gesuchten Eintrag ausschneiden, aber mit dem Spaltenkopf der Seite. Bei Doppelseiten die ganze Zeile. Ein einzelner Eintrag liest sich genauer als die ganze Seite.
  2. Bildschirmfoto reicht. Aus Matricula, Archion, FamilySearch oder Ancestry genügt ein Bildschirmfoto in der größten Zoomstufe. Sie müssen nichts herunterladen.
  3. Hinweise dazuschreiben: Pfarrei, Jahr und die Familiennamen, die Sie erwarten. Das ist der größte Hebel gegen Lesefehler, besonders bei Namen.
  4. Ihre Frage stellen. „Wie heißt die Mutter?“ oder „Was steht in der Spalte Beruf?“ Die Antwort kommt gleich oben im Ergebnis.

Unsichere Namen werden markiert. Ist ein Name nicht sicher zu lesen, steht er in eckigen Klammern mit Fragezeichen und einer zweiten Lesart. So wissen Sie, was Sie in anderen Einträgen derselben Familie noch einmal prüfen sollten.

Sie wollen weiter zurück? Wir suchen für Sie

Ist der Eintrag gelesen, kennen Sie die Eltern. Den nächsten Eintrag, ihre Taufe oder Hochzeit, müssen Sie wieder suchen, oft in einem anderen Dorf. Wenn Sie das nicht selbst machen möchten, übernehmen wir die Suche: Bei der Ahnen-Recherche suchen wir eine Linie in den Kirchenbüchern zurück, so weit die Bücher reichen, und belegen jeden Fund mit Quelle. 40 € pro Auftrag, bezahlt wird nur bei Erfolg.

Was es kostet

Die Vorschau ist immer kostenlos, die ersten zwei vollständigen Seiten auch. Alle Preise sind Endpreise.

0 €
Vorschau und die ersten zwei Seiten, ohne Konto
7,90 €
10 Seiten, einmalig, kein Abo. Die Seiten verfallen nicht.
89 €
Jahresabo mit 480 Seiten für regelmäßiges Lesen, kündbar mit einem Klick

Bezahlt wird sicher über Stripe: mit Karte, PayPal, TWINT, Apple Pay oder Google Pay. Alle Preise und das Monatsabo

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Kirchenbucheintrag lesen zu lassen?

Die ersten zwei Einträge sind kostenlos. Danach kosten 10 Seiten 7,90 €, einmalig und ohne Abo. Ein Ausschnitt mit einem Eintrag zählt als eine Seite. Wer regelmäßig forscht, nimmt das Jahresabo mit 480 Seiten für 89 €.

Liest der Schriftleser auch evangelische Kirchenbücher?

Ja. Evangelische Bücher sind meist auf Deutsch in Kurrent geschrieben, katholische in Latein. Beides wird gelesen. Auch alte tschechische, polnische und russische Einträge versteht das Programm.

Der Eintrag geht über eine Doppelseite in Spalten. Was mache ich?

Fotografieren oder schneiden Sie die ganze Zeile über beide Seiten aus, zusammen mit dem Spaltenkopf. Dann weiß der Leser, was in welcher Spalte steht, und das Ergebnis nennt die Spalten beim Namen.

Wie sicher ist die Lesung bei Namen?

Bei Namen und Orten machen alle Leser Fehler, Menschen wie Maschinen. Der Schriftleser prüft Namen in einem zweiten Durchgang und markiert, was unsicher bleibt. Mit Ihren Hinweisen zu Pfarrei, Jahr und erwarteten Familiennamen sinken die Fehler deutlich. Für eine wichtige Urkunde prüft auf Wunsch ein erfahrener Leser nach, ab 9 € pro Seite.

Erfindet das Programm nicht manchmal etwas?

Es kann sich irren, deshalb zeigt es jedes unsichere Wort an und rät nicht. Sie bekommen Original und Abschrift nebeneinander und können jede Zeile selbst vergleichen.

Lassen Sie Ihren ersten Eintrag lesen

Laden Sie den Ausschnitt hoch. In etwa einer Minute sehen Sie, wer in dem Eintrag steht. Die ersten zwei Einträge sind kostenlos, ein Konto brauchen Sie nicht.